Wir leben gern in Wernsdorf – einem Ortsteil der Gemeinde
Pockau - im typischenländlichen Stil.
Wernsdorf wurde 01.03.1994 nachPockau eingemeindet.
Ein nicht gerade einfacher Schritt, da die Meinungen weit auseinander gingen
und jede Gemeinde nur das Beste für seinen Ortsteil wollte. Nach 15 Jahren
Großgemeinde Pockau kann man mit ruhigem Gewissen sagen – Ja, es war die richtige
Entscheidung. Warum? Beginnen wir mit einem Rundgang durch Wernsdorf. Noch
vor ein paar Jahren konnte man von der B 101 aus nur mit viel Geschick nach
Wernsdorf gelangen. Unzählige Schlaglöscher zierten dieses Stück Kreisstraße.
Diese ist nun Vergangenheit – die Zufahrtsstraße nach Wernsdorf sowie unsere
Straße „Auf der Heide“ wurden saniert.
Linker Hand am Ortseingang sieht man die Turnhalle,
besser gesagt – unser Dorfgemeinschaftshaus und Gemeinschaft
ist genau dass, was man hier finden kann. Der Dorfverein Wernsdorf e.V. ist
sozusagen der Dachverein über mehrer kleiner Vereine. So treffen sich in diesem
Hausregelmäßig unsere Kinder zum Kids-Treff, außerdem gibt es die Vereine
Volleyball, Aerobic und Frauensport. Der Dorfverein selbstorganisiert regelmäßig
Veranstaltungen für Jung und Alt. Tanzveranstaltungen, Kinderbasteln, Rentnerweihnachtsfeier
sind gern besuchte Veranstaltungen. Typisch für Wernsdorf ist unsere Frauentagsfeier.
Jeder Verein bringt einen kulturellen Beitrag und die Männer bedienen einen
Abend lang ihre Frauen – Spaß und gute Laune sind dabei garantiert. Die Vereine
sind gewachsen, die Kinder und Jugendlichen haben sich integriert, Jung und
Alt verstehen sich und Feste werden gemeinsam gefeiert. Gleichzeitig haben
unsere Feuerwehr und Jugendfeuerwehr ihre Räumlichkeiten in der Turnhalle
gefunden. Auch hier gibt es ein reges Vereinsleben. So laden unsere Kameraden
jährlich am 30. April zum traditionellen Maibaumsetzen ein. Der Maibaum wird
aufgestellt und bei Blasmusik, Bier, Lagerfeuer und Gegrilltem zieht es fast
alle Wernsdorfer aus ihren Häusern. Nicht zu vergessen ist unsere erfolgreich
Jugendfeuerwehr, die schon zahlreiche Preise gewonnen und einige 1. Plätze
belegt haben. Nachwuchs wird auch hier ganz groß geschrieben.

Weiter geht es die Dorfstraße entlang und auch hier
kann man sehen, das sich in den letzten Jahren viel getan hat. Fast alle Häuser
sind saniert und die Vorgärten liebevoll gestaltet. Dabei erinnern wir uns
gern an unser Heimatfest im Jahre 2005 zurück. Eine Woche lang feierten alle
Wernsdorfer und ihre Gäste ein Fest, das allen in guter Erinnerung bleiben
wird. Die Veranstalter und alle Helfer haben hier hervorragende Arbeit geleistet
und ein logistisches Meisterwerk vollbracht. Viele kleinere und größere Gewerbe
haben sich im laufe der Jahre angesiedelt. So gibt es in unserem kleinen Örtchen
3 Klempner, einen Elektriker, einen größeren landwirtschaftlichen Betrieb,
einen Gärtner, mehrere Fuhrgeschäfte sowie weitere kleiner Handwerksbetriebe
und Gewerbe. Die Versorgung im Ort wird durch unseren Bäcker und einem kleinen
Lädchen, dem Dorfeinkauf, sicher gestellt. Hier treffen sich vor allem unsere
älteren Wernsdorfer zum Einkaufen oder einem Schwätzchen.Unser Kindergarten,
den wir in unmittelbarer Ortsmitte finden, beherbergt derzeit über 30 Kindergarten
und Hortkinder. Wir sind froh, das diese Einrichtung im Ort geblieben ist
und hoffen, das diese auf Grund des „ Wernsdorfer Babybooms“auch weiterhin
rege genutzt wird. Nicht verhindert werden konnte dagegen das Abwandernbzw.
die Schließung des Kinderheimes, der Schule, Sparkasse, Post und der gastronomischen
Einrichtungen im Ort. Neben dem Kindergarten entsteht nach und nach ein Platz
der Begegnung für Jung und Alt – dieses Projekt ist in einer Elterninitiative
entstanden.
Weiter entlang in Richtung Ortsmitte kommt man zum
Dorfplatz, auf dem im Sommer unsere Blumenpyramide
und in der Weihnachtszeit unsere geschnitzte Pyramide
zu sehen ist. Die Schnitzer im Ort haben diese liebevoll gestaltet und laden
jährlich zum traditionellen Pyramidenanschieben ein. Bei Glühwein und Weihnachtsmusik
warten die Kinder jedes Jahr gespannt, mit welchem Fahrzeug der Weihnachtsmann
kommen wird. Die Palette reichte vom Fahrrad, Handwagen, Feuerwehr, Pferd,
Traktor, LKW bis hin zum großem Federbett. Die Schnitzer, sowie auch die Klöppelfrauen,
die Bücherei und ein Raum für die Kirche haben ihren Platz in der ehemaligen
Schule gefunden. Hier ist auch der Jugendclub ansässig, der einmal jährlich
alle Wernsdorfer zum Tag der offenen Tür unter einem bestimmten Thema einlädt.
Ein Stück östlich davon findet man einen herrlichen Park, in dem das Altenheim
und das ehemalige Kinderheim
eingebettet sind. Hier kann man entspannen, spazieren
und die Seele baumeln lassen.
Die beiden Heime werden vom Eigenbetrieb des MEK betrieben
und integrieren sich gut ins Dorfgeschehen ein. Das jährliche Heimfest ist
besonders bei unseren Rentner sehr beliebt und wird gern besucht. Gleich daneben
liegt ein Teil unserer Kleingärten, in denen an den Wochenenden und in den
Sommermonaten nicht nur Wernsdorfer Ruhe und Erholung finden.
Ortsauswärts fährt man nun die neugebaute „Hammerstraße“
nach Richtung Olbernhau. Dieses und viele der oben genannten Projekte, wären
als kleines eigenständiges Örtchen sicher nicht möglich gewesen. Durch die
Zusammenarbeit mit der Gemeinde Pockau konnte Vieles erreicht und geschaffen
werden. Eingemeindet aber dennoch eigenständig und vor allem „Typisch Wernsdorf“
können wir stolz sagen – Wir leben gern in Pockau / Wernsdorf.